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Kunst spielt mit urbaner Architektur
Grell, auffällig, überdimensioniert und irritierend, aber auch klein, verhalten und versteckt – überraschend anders zog die außergewöhnliche Kunstmeile sculpture@CityNord im vergangenen Jahr seine Besucher in den Bann. Der Erfolg war derart überwältigend, dass für das Jahr 2008 eine Fortsetzung in Form einer Biennale geplant wird. Diesmal wird die Kunst Brücken schlagen. Angestrebt wird ein Projekt, das die City Nord mit der Innenstadt verbindet. Das künstlerische Konzept wird derzeit erarbeitet – man darf gespannt sein.
Ein Rückblick
Im Rahmen des Hamburger Architektursommers entwickelte sich das Kunstprojekt sculpture@CityNord zu dem Ereignis des Hamburger Kunstsommers. Schon im Vorfeld stufte Hamburgs Kulturbehörde das Projekt als „den anspruchvollsten Beitrag zum Thema Kunst im öffentlichen Raum“ für das Jahr 2006 ein. Dr. Detlef Gottschalk, Staatsrat der Kulturbehörde, sagte zur Eröffnung: „Mit dieser Ausstellung hat sich Hamburg bundesweit einen exzellenten Ruf als Metropole der Kunst im öffentlichen Raum erworben.“
Die GIG veranstaltete zum ersten Mal ein derartiges Kunstprojekt in der Bürostadt. Projektleiter war der auf Kunst im öffentlichen Raum spezialisierte Galerist Peter Borchardt. Es galt, Kunst auf höchstem Niveau in die City Nord zu holen. Deutschlands erfolgreichster Jungsammler Rik Reinking zeichnete verantwortlich für das künstlerische Konzept. Ihm war es gelungen, mit seiner internationalen Auswahl an 30 namhaften, vorwiegend jungen Künstlern die City Nord in einen lebendigen Kulturstandort zu entwickeln und damit die öffentliche Wahrnehmung zu verändern.
Während der Laufzeit von insgesamt 133 Tagen wurden im Rahmen eines vielschichtigen Begleitprogramms etwa 45 Veranstaltungen, darunter Performances, Filmabende, Videoprojekte, wechselnde Ausstellungen im Expo-Container und Konzerte geboten. Insgesamt haben rund 70 renommierte Künstler das Projekt als Plattform genutzt. Darüber hinaus fand ein Symposium in Zusammenarbeit mit der Hochschule für bildende Kunst statt.
sculpture@CityNord war ein Pilotprojekt, das bundesweit für Aufsehen sorgte. Es war der Wunsch Rik Reinkings, mit der Ausstellung eine lebendige Auseinandersetzung zwischen Künstlern und Besuchern zu finden. Das ist ihm gelungen. Die Betrachtung und die Erfahrungen mit den außergewöhnlichen Kunstwerken auf den Rasenflächen zwischen den Unternehmensgebäuden machten einfach Spaß und lockten tausende Besucher in die Bürostadt.
Übrigens: Das allerkleinste Kunstobjekt liegt immer noch irgendwo im Rasen, in der Nacht unter notarieller Aufsicht dorthin geworfen. Ein wertvoller Brilliant. Der Künstler Johannes Esper beschreibt damit Skulptur als Geste, die sich niederschlägt an einem definierten Ort, den keiner kennt und doch für jedermann zugänglich ist. Der Finder darf den Brillianten behalten.
Weitere Informationen unter www.sulpture-CityNord.de.
Der Pressespiegel zum Skulpturenprojekt.
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