Die City Nord   Historie   Die GIG   Feriencamp   Kita   Sport   Kultur   Presse   Publikationen   Links
 Baukonzept   Bautätigkeit  Raumstruktur   Verkehrskonzept   City Nord Park   City Nord Mitte   Denkmalschutz
  Start   Kontakt   Impressum   Anreise   Disclaimer

Bautätigkeiten

Das rund 120 Hektar große Gelände bestand 1959 aus 1.850 Kleingartenparzellen mit 1.250 bewohnten Behelfsheimen, 1.700 Wohnparteien. In dem Gebiet wohnten zur damaligen Zeit rund 4.300 Bewohner überwiegend in den Behelfsheimen mit einer Wohndichte von 37 Quadratmeter pro Einwohner. Die Geschossflächenzahl lag unter einem Stockwerk. Bis 1967 war die gesamte Fläche geräumt. Den Bewohnern wurden in der geplanten Wohnbebauung entlang der Hindenburgstraße Ersatzwohnungen angeboten. Parallel zur Räumung wurde die Erschließung des Gebietes vorangetrieben. Kapstadtring und Überseering waren im Sommer 1963 als Baustraßen fertig gestellt.

Die Kaufverhandlungen für den ersten Bauabschnitt begangen 1960 und waren 1964 abgeschlossen. Die Bauwettbewerbe für die Phase 1 fanden von 1962 bis 1965 statt. Der erste Wettbewerb beinhaltete die Auslobung für das Verwaltungsgebäude der damaligen Hamburgischen Elektrizitäts-Werke, der jetzigen Vattenfall Europe Hamburg AG. Mitte 1964 begangen die Bauarbeiten an den ersten Bürogebäuden, 1966 wurden die ersten drei Gebäude bezogen. 1967 waren der 2. Bauabschnitt und der 1. Abschnitt des Zentralen Areals für die Erschließung vorbereitet.

Um den Anforderungen an Parkplätzen gerecht zu werden, wurden im ersten Bauabschnitt fast alle Grundstücksflächen komplett unterkellert. Die Tiefgaragen bedeuteten einen hohen baulichen Aufwand, da in der City Nord die Baugrundverhältnisse sehr schlecht und der Grundwasserstand teilweise sehr hoch war. Als optische Verschönerungsmaßnahme wurden die Tiefgaragendächer begrünt, was für die Beteiligten jedoch keine befriedigende Lösung darstellte. Die im zweiten Bauabschnitt errichtete Fußgängerebene stellte sich als bessere Lösung dar. Dadurch konnten zwei Garagengeschosse untergebraucht werden.

Mit der Fertigstellung der Zentralen Zone im Jahr 1974 kam vorerst die Realisierung des ambitionierten städtebaulichen Gesamtkonzepts zum Abschluss.

Im Zuge der Bauphasen mussten die Planungsbedingungen für die Unternehmen in der City Nord verbessert werden. Gegen Ende der 70er Jahre klagten mehrere Unternehmen über Platzmangel. Bis 1977 stieg somit die Bruttogeschossfläche von ursprünglich 530.000 auf 700.000 Quadratmeter an.

Im Jahr 1981 wurde ein zweiter Bebauungsplan „Winterhude 7“ eingeleitet. Seit 1985 rechtskräftig, ist dieser, zuletzt geändert im Jahr 1986, bis heute gültig. Er ließ eine höhere Verdichtung zu. Die Geschossflächenzahl wurde von 1,5 auf 2,0 bzw. 2,3 erhöht und gleichzeitig auf den Grundstücken der Grünflächenanteil von 35% auf 25% reduziert. Das veränderte die gründurchflutete Solitärbaustruktur der City Nord. Die funktionelle Nutzung und Ausweitungsfähigkeit spielt jedoch noch heute für den Standort eine wichtige Rolle.

 

HEW-031
Vattenfall, Modell1