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Städtebauliches Konzept
Die Planung der City Nord Ende der fünfziger Jahre war unter anderem beeinflusst von den Lehrsätzen der von Le Corbusier niedergelegten „Charta von Athen“ (1941). Eine nach ihren primären Funktionen aufgegliederte Stadt (Wohnen, Arbeiten, Erholen) sollte, verkürzt dargestellt, den Stadtbewohnern ein angenehmeres und besseres Leben ermöglichen. Resultat war ein neu gedachter und neu wahrgenommener Stadtraum, die aufgelockerte Stadt – eine moderne Bürostadt im Grünen.
Die Bauherren erhielten durch einen flexiblen städtebaulichen Rahmenplan die Möglichkeit, unterschiedliche Vorstellungen ihres Bürohauses zu verwirklichen und vielfältige Entwicklungen umzusetzen. Zu der Zeit steckte die Automatisierung des Bürobetriebes noch in den Anfängen und man konnte über bis dahin noch unbekannte Entwicklungsmöglichkeiten nur spekulieren.
Im Durchführungsplan „D 100“ von 1961 wurde der gesetzliche Rahmen geschaffen und festgelegt, welche Straßenflächen erforderlich waren, wo öffentliche Grünflächen angelegt werden mussten und auf welchen Gebieten gebaut werden durfte. In den Erläuterungen zu „D 100“ wurde bestimmt, dass die Größe der Grundstücke mindestens 8.000 Quadratmeter betragen musste. Außerdem wurden die Art und das Maß der baulichen Nutzung der Grundstücke festgelegt. Der Abstand eines Gebäudes zur benachbarten Grundstücksgrenze muss mindestens die halbe Gebäudehöhe betragen. Es durften nur 50% der Fläche versiegelt bzw. verbaut werden. Pro 50 Quadratmeter Geschossfläche sollte ein PKW-Stellplatz zur Verfügung stehen. Ein großer Teil dieser Stellplatzmöglichkeiten wurde daraufhin in den ersten Geschossen der Bürogebäude und in Tiefgaragen untergebracht. Die Vorgabe verlangte, dass damit 60% der geforderten Parkplätze abgedeckt waren.
Die Planung sah vor, den Fußgängerbereich vollständig vom Autoverkehr zu trennen. Entsprechend wurden die Fußwege auf die zweite Ebene, rund fünf Meter über der Straße, verlagert. Die Umsetzung erfolgte vor allem im östlichen Bereich der Bürostadt. Hier befinden sich auch die Eingänge der Gebäude auf der Plattform, die gleichermaßen als öffentlicher Weg und Erholungsfläche anzusehen ist.
Die City Nord wurde mit drei Bürohausgebieten geplant, die die Bauphase in drei Abschnitte gliederten. Im ersten Bauabschnitt wurde der östliche Teil, im zweiten Bauabschnitt der westliche und im dritten der nördliche Teil gebaut. Diese Bürobauten gruppierten sich um die in der Mitte der City Nord befindliche Zentrale Zone. Das Grundgerüst bildete ein Haupterschließungsbogen – der Überseering – und der City Nord Park als Fortsetzung des südlich der City Nord gelegenden Hamburger Stadtparks.
Neben dem nördlichen Bürohausgebiet entstand ein Gewerbehof, der die für die Geschäftsstadt notwendigen Versorgungsbetriebe wie Fernwärme, die gewerblichen und handwerklichen Dienste beherbergt.
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